Spielgemeinschaft mit elf Teams

Funktionäre und Trainer von BWO und SVD wollen die neue Jugendspielgemeinschaften im Fußballkreis etablieren.
Foto: WN v. 27.06.13

Die Zusammenarbeit zwischen den Fußball-Jugendabteilungen aus Ottmarsbocholt und Davensberg ist jetzt amtlich. Die neue JSG will in der kommenden Saison mit elf Mannschaften an den Start gehen, darunter drei Mädchenteams.

Das Problem ist kein neues: Die geburtenschwachen Jahrgänge dünnen schon seit längerem die Kader der Nachwuchsmannschaften aus. Betroffen sind vor allem die Fußballvereine in den kleineren Orten.

So hat der SV Davaria Davensberg seine A-Junioren, bei denen bereits Kicker des Nachbarvereins Blau-Weiß Ottmarsbocholt gemeldet waren, zur Rückrunde 2012/13 vom Spielbetrieb zurückgezogen. Die Ottmarsbocholter selbst haben bereits seit zwei Jahren keine A-Junioren-Mannschaften mehr gemeldet. 16- und 17-jährige Talente aus den beiden Orten spielen daher in der Umgebung, vor allem beim SV Herbern und beim TuS Ascheberg.

Schon vor eineinhalb Jahren haben BWO und SVD damit begonnen, sich mit Nachwuchskickern gegenseitig zu unterstützen, um überhaupt Jugendmannschaften für den Spielbetrieb melden zu können. Nun ist die Zusammenarbeit quasi amtlich: Zur Saison 2013/14 haben die beiden Vereine eine „Jugendspielgemeinschaft Blau Weiß Ottmarsbocholt/Davaria Davensberg“ gegründet. Zunächst einmal für ein Jahr – die Statuten des Fußballkreises Lüdinghausen sehen vor, dass danach ein neuer Antrag gestellt werden muss. Das werden die beiden Vereine wohl tun, die JSG ist notgedrungen auf mehrere Jahre angelegt – das Ende offen.

In dieser Saison gehen zwei Jugendspielgemeinschaften an den Start, die zweite ist die JSG des SV Südkirchen und des SC Capelle – auch diese Vereine wollen den Auswirkungen der geburtenschwachen Jahrgänge trotzen. „Für die Staffelleiter ist die Berücksichtigung der Jugendspielgemeinschaften eine ganz neue Aufgabe“, sagt Andrea Tegtmeier, Jugendwartin von Davaria und eine der Verantwortlichen für die neue JSG.

Für die kommende Spielzeit geht die JSG BWO/SVD mit elf Mannschaften an den Start, darunter sind drei Mädchenteams und eine Minikicker-Mannschaft. Von den A- bis zu den E-Junioren sind die Jungen mit jeweils einer Truppe vertreten, für die F-Junioren will die neue Jugendspielgemeinschaft zwei Teams melden. Bei den Mädchen gehen jeweils ein Team von C-, D- und E-Juniorinnen an den Start. Gemeldet werden sollen alle elf Mannschaften zunächst in der Kreisliga A – eine Formalie, denn die Qualifikationsrunden, die zu Beginn der Saison ausgespielt werden, bestimmen tatsächlich über die Klassen, in denen die JSG-Teams dann antreten werden.

Die Gründung der Jugendspielgemeinschaft ist nicht zuletzt als Signal an die bisher gezwungenermaßen auswärtig kickenden Fußballer gedacht, an die verlorenen Söhne sozusagen. „Die Spieler aus Ottmarsbocholt und Davensberg, die bisher in Herbern oder Ascheberg gekickt haben, können jetzt zu ihren Heimatvereinen zurückkehren“, sagt Tegtmeier.

Zwar ist BWO als erstgenannte Mannschaft der JSG für den Fußballkreis erster Ansprechpartner und rein rechtlich gesehen zuerst verantwortlich. In der Praxis sollen Pflichten und Rechte jedoch geteilt werden. So sollen Übungseinheiten und Spiele auf beiden Anlagen stattfinden. Die Trikots stellen zunächst die Ottmarsbocholter, das Logo der JSG soll aber noch ergänzt werden.

Quelle: Westfälische Nachrichten vom 27.06.2013

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