Akt Dies ist ein kostbarer Schatz

Dies ist ein kostbarer Schatz

Was die neue Sporthalle doch für ungeahnte Möglichkeiten bietet: Schüler/innen der Klasse vier gaben mit akrobatischen Einlagen eine beeindruckende Kostprobe davon.
Foto: WN v. 07.07.2013

Ein Zweckbau, dem man das Prädikat „schön“ zuordnen kann – das gibt es nicht oft. Dieses Kompliment kam von den Sportvereinen „aus dem übrigen Senden“ und wurde von Ekkehard Link, zweiter Vorsitzender des ASV Senden, überbracht. Und der stellvertretende Bürgermeister aus dem bayrischen Senden an der Iller, Anton Leger, zog seinen Hut vor dem gemeinsamen Tun der Ottmarsbocholter Vereine: „Alle Achtung!“.

Ein Zweckbau, dem man das Prädikat „schön“ zuordnen kann – das gibt es nicht oft. Dieses Kompliment kam von den Sportvereinen „aus dem übrigen Senden“ und wurde von Ekkehard Link, zweiter Vorsitzender des ASV Senden, überbracht. Und der stellvertretende Bürgermeister aus dem bayrischen Senden an der Iller, Anton Leger, zog seinen Hut vor dem gemeinsamen Tun der Ottmarsbocholter Vereine: „Alle Achtung!“. Dass so viele „mit angepackt haben“, davon zeigte sich auch MdB Karl Schiewerling tief beeindruckt und bezeichnete dies als „typisch für Ottmarsbocholt“. Sowohl optisch als auch menschlich hat die neue Zweifachturnhalle Maßstäbe gesetzt, das war am Samstagvormittag bei der offiziellen Übergabe aus allen Festreden herauszuhören und spiegelte sich ganz besonders in den schmeichelnden Worten von Landrat Konrad Püning wieder. Der sprach nämlich von einem Projekt, das „im gesamten Kreisgebiet seinesgleichen sucht“.

Wenn jetzt auch der letzte Ortsteil innerhalb der Gemeinde Senden über eine Halle verfügt, welche die Normmaße für Disziplinen wie Basketball oder Volleyball einhält, dann stärke dies die Attraktivität für den Bürger ganz immens, betonte der Landrat. Als „typisch für Senden“ wertete es Karl Schiewerling, dass das Objekt ohne jegliche Kreditaufnahme gestemmt werden konnte. Dies sei zwar vor allem der soliden Haushaltsführung zu verdanken, doch dürften die Eigenleistungen nicht unerwähnt bleiben, welche bei der Sanierung der Bestandsgebäude sowie beim Neubau von Tennisheim, Schießstand und Bouleplatz geleistet worden sind. „Dies ist ein kostbarer Schatz“ und sei beileibe „nicht selbstverständlich“. Dem pflichtete der Vorsitzende des Ottmarsbocholter Tennis-Clubs, Udo Schetter, bei. „Wie alle mit angepackt haben, wenn es was zu tun gab, das hat mich fasziniert“, so Schetter, selbst kein „Ottmarsbocholter Poahlbürger“, sondern Zugezogener. Dieser breite Einsatz für das Gemeinwohl freue ihn so sehr, dass dies den Schmerz über den Verlust eines Tennisplatzes ganz klar aufwiege. „Kein weinendes, sondern zwei strahlende Augen sind bei mir heute zu sehen“. Um ausreichend Platz für die Halle zu schaffen, hatte einer der ursprünglich drei Tennisplätze aufgegeben werden müssen, wofür sich Bürgermeister Alfred Holz am Samstag ausdrücklich bedankte. Udo Schetter machte keinen Hehl daraus, dass das erste Ansinnen der Blau-Weissen seinerzeit „wie eine feindliche Übernahme“ geklungen habe. Doch daraus sei längst schönste Harmonie geworden.


Das Hallenprojekt glich einem Marathonlauf

Phantasievoll und anschaulich war der Rückblick von Michael Greive auf die ersten Initiativen, die von ihm und „seinem“ Sport-Club „Blau-Weiß“ ausgegangen waren. Doch der Blick in die Vergangenheit war nur kurz, größeres Augenmerk richtete der Vorsitzende auf die Gegenwart: Und die war bei ihm persönlich geprägt von Freude, Erleichterung, Zufriedenheit „und ein wenig Stolz“. Er verglich das Projekt mit einem Marathonlauf, der allerdings einen völlig untypischen Verlauf genommen habe, weil hier zunächst nur einige wenige Läufer an den Start gegangen seien und das Teilnehmerfeld dann im weiteren Verlauf immer größer wurde, womit die Schützenvereine, der Tennisclub und die Boulefreunde gemeint waren. „Wir gemeinsam haben heute die Ziellinie überschritten“. Und was den Stolz betrifft: Der mag durchaus berechtigt sein. Schließlich ist dem Bezirksausschussvorsitzenden Sascha Weppelmann schon zu Ohren gekommen, dass andere Orte neidisch auf das blicken, was in Ottmarsbocholt möglich geworden ist. Dies sei eben das Ergebnis, wenn „Hand in Hand gearbeitet wird“, lautete Weppelmanns nüchterne Analyse.


Punkt für Punkt

Dass dem Sportpark im Ganzen ein einheitliches und unverwechselbares Erscheinungsbild gegeben wurde, ist dem umfangreichen ehrenamtlichen Einsatz von Mitgliedern von BW Ottmarsbocholt zu verdanken. Sanierung und Umbau der „Bestandsgebäude“ (Umkleiden, Sanitärbereich und Gemeinschaftsraum) hätten sonst die finanziellen Möglichkeiten gesprengt. Der Bürgermeister bedankte sich hierfür namentlich bei Norbert Domhöver, Reinhold Siebeneck, Michael Füstmann, Herbert Heitkötter, Peter Riemath, Horst Lohse, Ulrich Fröde, Georg Bourichter, Berthold Bösing und nicht zuletzt Michael Greive. Weiter wurde das Wirken des stellvertretenden Fachbereichsleiters Klaus Mende bei der Bauaufsicht gewürdigt, der die Halle immer als „sein Baby“ bezeichne.

Quelle: Westfälische Nachrichten vom 07.07.2013

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